Shopping time!
Shopping time
Shopping time!
Oder wie überrede ich meinen Bruder mir ein neues Kleid zukaufen

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Fiona war zu dem Entschluss gekommen, dass sie in ihren eigenen Klamotten einfach nicht zu diesem Essen gehen konnte. Wie wichtig es war, das war ihr nämlich durchaus bewusst. Dieses Geschäftsessen konnte über ihre Zukunft als Autorin entscheiden. Wenn sie sich dort also nicht richtig präsentierte.. Was machte man also? Man fuhr zu dem liebsten Bruder und überzeugte ihn davon, dass er mit seiner Schwester einkaufen gehen musste. Immerhin wollte er Fiona ja nicht in einem unpassenden Outfit dort auftreten lassen. Ja, vielleicht hatte Fiona nicht unbedingt mit fairen Mitteln gespielt, damit Jamie mit ihr shoppen ging, aber sie wusste, was sie ihrem Bruder sagen musste oder welchen Blick sie aufsetzen sollte, wenn sie etwas von ihm wollte. Und nun wollte sie einfach nur seine Unterstützung beim Shoppen. Andere wussten, wie sie ihren Vater überzeugen konnten, Fiona wusste, wie sie ihren Bruder überredet bekam, der in ihrem Leben eigentlich mehr die Vater- statt Bruderrolle übernahm. Tja, ihr Leben war halt anders als das der Meisten und so war auch die Rollenverteilung bei den drei Geschwistern anders.  
Fiona ließ den Blick über die Menschen im Geschäft schweifen, das sie mit Jamie betreten hatte. Ob sie hier was passendes finden würde, das würde sich erst noch rausstellen müssen, aktuell war Fiona aber ein wenig skeptisch. Das alles wirkte so spießig und wenn Fiona eines nicht war, dann war es spießig. Das konnte man wohl nicht zuletzt auch an ihrem Freund sehen, von dem Jamie noch nichts wusste, was vielleicht aber besser war, denn Fiona war sich schon jetzt sicher, dass das nicht unbedingt gut ablaufen würde. Vielleicht sollte sie bei Gelegenheit schon nach einem Puffer suchen, damit Jamie niemanden umbrachte. Leicht schüttelte Fiona den Kopf, denn dieser Gedankengang hatte nur wenig mit dem Ziel für den heutigen Tag zutun. Sie brauchte Kleidung! Sie brauchte einfach genau das eine Teil, worin sie sich wohlfühlte, das aber zugleich auch sehr nach anständiger Autorin aussah, die zu einem Geschäftsessen ging. Ach Gott.. wie gern hätte sie sich in eine Jeans geschmissen und sich ein Shirt angezogen, das eventuell nicht mal ihr gehörte. Dann noch ein paar bequeme Sneaker und fertig. Naja, aber so passend wäre genau dieses Outfit leider nicht. Sie seufzte, während sie den Blick zu Jamie hob. "Und wenn wir hier nichts finden?" Ob ihm bewusst war, dass sie ihn dann noch in 10 weitere Läden schleifen würde, bis sie genau das richtige Outfit zusammen hatte? Wahrscheinlich schon.. doch man konnte ja mal fragen, ob der Bruder seine Schwester noch immer kannte und damit auch wusste, was ihm bevorstand. Ein anstrengender Shopping-Ausflug aber zugleich auch einiges an Zeit mit der kleinen Schwester. Ganz allein. Vielleicht sollte sie Killian schon eine Nachricht schreiben, damit er Jamie am Abend mit etwas alkoholischem empfing, das konnte ihr Bruder eventuell gebrauchen, wenn Fiona nicht schnell fündig wurde. 
Fiona näherte sich den Kleidern und zog direkt eines heraus, das ihr auf dem Bügel schon mal gut gefiel. Schwarz und weiß. Ein wenig mehr Farbe wäre schon gut, aber sie glaubte nicht, dass ein knallbuntes Kleid angemessen wäre. Nachdenklich betrachtete sie das Kleid, ehe sie sich samt Bügel zu Jamie umdrehte und ihm dies präsentierte, während ein fragender Ausdruck auf ihrem Gesicht lag. 
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06.09.2020, 20:27
That's my girl
I've got sunshine on a cloudy day

Es war toll, dass sie zu dem Entschluss gekommen war, sie bräuchte neue Klamotten. Und es war natürlich noch toller, dass sie dann zu glauben schien, es wäre die Erfüllung seiner kühnsten Träume ihr Shoppingbegleiter zu sein. Er war doch nicht blöd und er wusste selbst, welche Knöpfe sie bei ihm drücken musste, damit er alles stehen- und liegenließ. Er wusste es ganz genau und versuchte jedesverdammtemal dagegen anzukommen und Härte zu zeigen. Wie gut ihm das immer gelang, zeigte sich ja nur zu deutlich und heute auch wieder.
Er in einem Geschäft für Damenbekleidung und dazu nicht einmal in einem, in dem es Spitze und diese Dinger gab, die Frauen sich anzogen, die eigentlich durchsichtig waren und zu denen sie trotzdem BH sagten. Gut, er wollte wirklich nicht mit Fiona in so einem Laden landen, aber das hier war auch nicht wirklich besser.
Er sah einen leidenden Ehemann, kaum dass sie den Laden betreten hatten, samt einem Berg Klamotten auf dem Arm, einen absolut leidenden Gesichtsausdruck und einer Frau, die in den Regalen halb verschwunden war und immer nur ihren Arm rausstreckte, um ein neues Teil auf den Berg zu legen. Er war eindeutig in der Männerhölle gelandet und das auch noch mehr oder minder freiwillig. Er musste es Fiona dringend abgewöhnen ihn anzusehen wie das Leiden Christi und als würde die Welt untergehen, wenn er ihr ihre Wünsche nicht erfüllte. Am Ende würde er wie der Kerl enden, dass stand schon jetzt außer Frage, ebenso, wie es seine Karte sein würde, die über den Tresen wanderte, um alles zu bezahlen, was dringend gebraucht wurde.

Er blähte seine Wangen, während er ihr einfach nur nachlief wie ein Entenküken seiner Mutter. Ab und an zog er an einem Stück Stoff auf einem der Ständer, um zu sehen, was genau da hing. "Und wenn wir hier nichts finden?"
Sein Blick sprach eindeutig Bände, ebenso, wie sich sein Gesicht verzog, als hätte er in eine Zitrone gebissen.
„Dann werden wir wohl zum nächsten Geschäft müssen?!??!“, er versuchte seine Stimme schwungvoll und begeistert klingen zu lassen, klappte nicht, er verschluckte sich fast daran, bevor er ein sowas von gezwungenes Lächeln für die Freude aufsetzen konnte, mit dem Floh hier zu sein.
Früher war das Ganze durchaus noch niedlich gewesen und bevor sie damit hatte beginnen müssen erwachsen zu werden. Ins Geschäft rein und dann einfach nach allem gegriffen, was rosa war und zu ihren Zöpfen gepasst hatte. Gut möglich, dass sie ein wenig wie eine Puppe hatte herumlaufen müssen, mit ihren zehn/elf/zwölf Jahren, aber da hatte sie ihren hauseigenen Modegeschmack noch nicht entwickelt und jede einzelne Verkäuferin hatte sich darum gerissen ‚die süße Kleine‘ anziehen zu dürfen, während der große Bruder auch ein wenig verhätschelt und vertätschelt wurde. Aber jetzt?
Da verspürte er den Drang @Killian MacAndrew eine Nachricht zu schreiben, um ihm zu sagen, dass er mit na Flasche Whisky hier aufzutauchen hatte, um all das hier erträglicher zu machen.
Sie stoppte, er stoppte und wippte dann auf Zehen und Fersen hin und her, mit den Händen am Rücken verschränkt und dabei zuschauend, wie sie etwas aus all den Stoff zog, das eindeutig zu viel Haut zeigen würde, also wenn man ihn fragen würde, tat nur leider keiner.
Er schüttelte dennoch den Kopf.
„Zu offen für ein Geschäftsessen. Da sieht dir keiner ins Gesicht, sie wären alle nur mit deinen Beinen beschäftigt.“, toll, dass er das als Grund nennen konnte, ohne dass sie ihm vorwerfen könnte, er würde sich wie ein Snob verhalten. War nicht seine Idee gewesen, dass sie zu einem solchen Essen musste.
Er wandte sich ebenfalls dem Ständer zu, wühlte darin, nur um dann einen weißen Rollkragenpullover daraus hervorzuziehen und ihr den vor den Körper zu halten.
„Dazu noch eine schwarze Hose und schwarze Schuhe und vielleicht noch einen Mantel drüber und du bist topp gestylt.“, und auch gleich von Kopf bis Fuß eingepackt, wogegen er ja nichts hätte, so wirklich nicht.
© Charly
07.09.2020, 16:16 Offline
Dieses Geschäftsessen war auch nicht Fionas Idee gewesen und wenn es nach ihr gegangen wäre, wäre die Wahl auf ein gemütlicheres Restaurant gefallen, für welches sie keine schicke Kleidung brauchte sondern einfach nur etwas bequemes, in dem sie sich wohl fühlte. Doch leider ging es hier nicht nach ihr, nein, sie musste sich einfach anpassen und sich zudem noch gut verkaufen, damit noch viele andere Bücher mit ihrem Namen drauf in all den Geschäften landeten. Fiona war nämlich glücklich mit ihrem Job, das Schreiben machte ihr Spaß und bisher konnte sie davon sogar ganz gut leben. Sollte sie dieses Essen jedoch in den Sand setzen.. nein, darüber wollte sie lieber nicht nachdenken! Es würde alles gut verlaufen und sie würde zufrieden nach Hause fahren können. Mit vielleicht sogar dem ein oder anderen neuen Projekt in der Tasche. Gott, sie hoffte wirklich, dass es alles gut gehen würde. Solche Treffen waren einfach nichts für die junge Frau. So wirklich gar nicht. 

Zu offen? Ein wenig irritiert betrachtete Fiona das Kleid in ihrer Hand. Es war nicht bodenlang, das musste sie zugeben, aber sooo offen war es nun auch nicht. "Aber meine Beine verschwinden ja unter dem Tisch, wenn ich mich erstmal hingesetzt habe.", hielt Fiona dagegen und blickte ihren Bruder wieder an. "Also können sie sich gar nicht ewig damit beschäftigen, sondern nur bis ich sitze." Fiona ahnte schon, woher dieser Wind wehte. Wenn es nach Jamie gegangen wäre, hätte sie wohl noch immer die süßen Sachen getragen, die sie mit 10 Jahren getragen hatte. Wobei.. nein! Wenn es nach Jamie gehen würde, würde sie noch immer 10 Jahre alt sein! Sie würde artig mit ihren Puppen spielen und Jungs ganz doof finden, abgesehen von Jamie, der die wichtigstes Bezugsperson für das kleine Mädchen war und natürlich auch Call, den sie ebenfalls einfach brauchte. Ja, das würde ihrem großen Bruder wohl gefallen. Besser als dieses Kleid, das ihm zu offen war und doch mit in die Umkleidekabine wandern würde. Vielleicht war es nicht unbedingt das perfekte Outfit für das Geschäftsessen.. aber für andere Gelegenheiten war es okay und sie glaubte nicht, dass es so offen sein würde, wie Jamie es ihr schon prophezeit hatte. 

Kaum hatte Fiona sich das Kleid über den Arm gelegt, war es nun Jamie, der sich mit den Kleidungsstücken auf den Ständern beschäftigte. Sie ahnte böses. Bestimmt würde Jamie ihr etwas raussuchen, das sie von Kopf bis Fuß bedeckte. Sie konnte nur lächelnd die Augen verdrehen, als sie den Rollkragenpullover in seinen Händen sah, kaum das sie ihren Gedanken beendet hatte. Das war so typisch und zugleich auch ein wenig süß. Natürlich nervte sie Jamies Art oftmals, aber zugleich war es auch schön, dass er sie noch immer vor allem und jedem beschützen wollte.. wozu leider auch gehörte, dass er sie am liebsten komplett einpacken wollte. Von Kopf bis Fuß. Fiona blickte zu dem weißen Pullover, der vor ihren Körper gehalten wurde. Wo sollte sie mit diesem Monstrum eigentlich hin? Es würde sie verschlingen! Komplett! "Gibt es den auch in meiner Größe? Oder nur als überdimensionalen Kartoffelsack?", fragte sie nun doch ein wenig amüsiert. Sie würde in diesem Teil versinken! Wenn er sie schon ganz einpacken wollte, konnte er ihr ja wenigstens den Spaß gönnen und zu figurbetonter Kleidung greifen statt zu einem überteuerten Sack. "Aber wenn du bei dem Sack bleiben willst.. könnte ich auch einfach einen schwarzen Gürtel nehmen und hohe schwarze Stiefel. Lang genug scheint er ja zu sein. Aber ob das das dann so passend für ein Geschäftsessen ist.." Sie ließ den Satz in der Luft hängen und zuckte ganz unschuldig mit den Schultern. Sie wusste, dass Jamie allein die Vorstellung nicht gefiel, dass sie so dort oder irgendwo anders aufkreuzen würde und war sich beinahe sicher, dass sie den Rollkragenpullover auf diese Weise aus dem Rennen gekickt hatte. Jetzt war nur die Frage, was er ihr als nächstes andrehen wollte. Hoffentlich war das nächste nicht ein bodenlanges Kleid mit langen Ärmeln und Rollkragen. Das zudem noch zu groß war. Doch möglich wäre es bei Jamie wohl und dennoch mochte sie es, wenn er sie begleitete. Natürlich war es ein angenehmer Nebeneffekt, dass er meistens seine statt ihre Karte an der Kasse zückte.. doch zugleich war Fiona sich auch sicher, dass ihr die Kleidung stand, wenn er Jamie dabei war. Er würde sie wohl kaum wie sonst was auf die Menschheit loslassen oder belügen, nein, er würde ihr nur die Dinge ausreden, die in seinen Augen zu sexy für die kleine Schwester waren. Und die Tatsache, dass sie ihren großen Bruder so mal ganz ungestört für sich hatte, war auch ganz nett. Naja, vielleicht mehr als nur nett. Fiona konnte wohl nicht abstreiten, dass sie bis heute sehr an ihrem Bruder hing, der eher die Elternrolle in ihrem Leben übernahm. Naja, andere Frauen/Mädchen gingen mit ihren Müttern shoppen, bei Fiona war das anders.. sie nahm Jamie mit. So war das einfach. Außer die brauchte ein paar Kleidungsstücke, die Jamie nicht so genau kennen musste oder bei denen sie seine Meinung nicht hören wollte. Da hätte sie dann wohl eher Lena gebraucht, die zwar schon lange nicht mehr in ihrem Leben präsent war und die sie damals zuerst gehasst hatte, aber sie war eine Frau und wäre eine bessere Shoppingbegleitung als Jamie. Oder vielleicht könnte sie Grace mal fragen. Ja, das wäre auch eine Möglichkeit. Nur nicht Jamie! Und Call oder Killian auch nicht! Nein, das würde nur in einem Riesen Chaos enden und sie würde keine gefüllten Tüten in ihre Wohnung tragen, würde keine schöne Wäsche in ihren Schrank einräumen. Aber wenn es um andere Kleidungsstücke ging, wie bspw. das perfekte Outfit für ein Geschäftsessen, da musste Jamie einfach herhalten. So einfach war das.
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07.09.2020, 17:38
Und das machte das Outfit nun umso einiges besser? Das ihre Beine unter einem Tisch verschwinden würde? Sein Schnauben erreichte auch eine vorbeieilende Verkäuferin, die ihm dafür einen irritierten Blick zuwarf, bevor sie weiter eilte. Bekam er gar nicht mit, er schüttelte nur den Kopf und kniff dabei die Lippen ein gutes Stück zusammen.
„Unterm Tisch wären sie immer noch nackt und das Kleid ist so kurz…“, gut, er übertrieb, was ihm ehrlich völlig egal war, wenn es um Fiona ging, mehr als. Würde sich Nike so ein Kleid anziehen, er würde beide Daumen hochnehmen, aber vor ihm stand nicht seine Freundin, sondern seine kleine Schwester, die für ihn selbst dann noch klein und mit Zöpfen war, wenn sie schon in Rente ging. „… wer weiß schon, mit was für Typen du dich am Ende triffst!! Es könnten so schmierige Individuen sein, die dir unterm Tisch ans Knie greifen… vielleicht sollte ich dich lieber begleiten…“, die letzten Worte waren ein abwesendes Flüstern, die Worte wohl mehr für ihn, als für sie bestimmt.
Anscheinend wurde er das Teil nicht los, trotz seiner grandiosen Argumentation. Es wurde angefunkelt und hätte dabei eigentlich in Flammen aufgehen müssen, nur wurde ihm der Gefallen nicht getan. Also gut, dann musste er sie eben ankleiden. Weit musste es sein, lang und so, dass man nicht mehr sah, dass sie eine viel zu schöne Frau geworden war, nach der sich Männer umdrehten.
Sie sollte dringend wieder zehn werden, weil ihm mal wieder schlecht bei dem Gedanken wurde, sie könnte sich für mehr interessieren als für ihn. Er schüttelte sich innerlich, äußerlich wohl auch, was nur zeigte, an was er schon wieder dachte. DAS.SIE.NOCH.KLEIN.WAR.PUNKT.

Er drehte den wirklich wunderschönen Rollkragenpullover ein wenig vor ihr hin und her. Er befand, das er einfach Ideal war und die Größe stimmte auch. Sie würden den nehmen und dann könnte er sie noch hübsch zum Essen ausführen, wenn er sie denn schon mal ganz für sich alleine hatte. Etwas, dass er des Öfteren vermisste. Sie und er gegen den Rest der Welt. Jetzt gab es gerade nur so etwas, wie, sie gegen den Pullover.
„Es ist doch deine Größe. Er würde deine Augen betonen.“, Frauen wollten doch solchen Kram hören und er? Er nickte dabei mit gespitzten Lippen, als hätte er ihr gerade das Kompliment des Jahrhunderts gemacht und als wäre er darauf auch noch stolz. War er auch solange, bis sie ihm den Pullover verderben musste … er bekam Kopfschmerzen.
„Schwarze Stiefel und einen schwarzen Gürtel? Sind wir in Pretty Woman gelandet und du hast vor auf dir einen reichen Millionär zu angeln?“, unfair, seine Stimme klang ganz schön kratzig und ein wenig zu hoch. Dabei war es nicht mal böse gemeint, er wollte nur das Bild loswerden, dass sie ihm in den Kopf gepflanzt hatte. Gott noch einer … er hängte den Pullover weg, den Bügel nur noch an Daumen und Zeigefinger haltend, das Gesicht verzogen, als würde ihn schon der Anblick ekeln. Den grimmigen Blick bekam sie dann, wobei sie gar nicht so unschuldig schauen musste, er wusste, dass sie es faustdick hinter den Ohren hatte und dass er ebenso an manchen Stellen zu viel auf sie abgefärbt hatte.
Er hasste solche Shoppingtouren, in denen es darum ging, sie herauszuputzen und wenn es nur für ein Geschäftsessen war. Bei der Kleidung, die sie sonst so bevorzugte, war das OK, da war sie ihm angezogen genug, aber das hier?
Er fischte weiter, zog einen roten Fetzen hervor, bei dem das Wort lang die Übertreibung des Jahrhunderts war. Es kam nicht mal in ihre Nähe, sondern wurde sofort zurückgehangen, nur damit er eine langärmlige Bluse rausziehen konnte, deren Braunton nicht mal er näher definieren wollte.
Wurde eben die vor ihren Körper gehalten. Hochgeschlossen und alles wurde verdeckt, während es am Kragen eine überdimensionale Schleife gab. Potthässlich, das befand sogar er, aber egal.
„Wie wäre es mit der? Blusen passen doch zu einem Geschäftsessen und du würdest souverän und selbstbewusst aussehen.“, er drückte sie gegen ihren Körper, wirkte unglaublich geschäftsmäßig und zupfte sogar an der Schleife herum.
„Und du wärst schon mal obenherum angezogen genug, damit sie dir ins Gesicht sehen.“, und das war eben wichtig für einen Jamie, der am Ende nie verhindern konnte, dass sie trug, was sie tragen wollte oder dass sie ihm dieses schrecklichen Männer ins Haus schleppt, bei denen er immer das Gefühl bekam, er müsse sich betrinken, um sie nicht am Kragen zu packen und dann wieder aus seinem Haus zu befördern. Konnte sie ihm nicht zur Abwechslung mal einen passablen Schwiegersohn anschleppen, mit dem selbst er leben konnte? Natürlich nicht, es waren alles solche Muskelberge, bei denen er jedes Mal befürchten musste, der Türrahmen wäre nicht breit genug, um sie und ihre Schultern hindurchzulassen. Furchtbar, wobei es ihn ja nicht stören würde, wenn er eine Schwiegertochter bekam, weil sie einfach kein Kerl wäre, der seinem kleinen Mädchen wehtuen konnte. Ganz einfache Sache, ganz einfache Rechnung …er drückte ihr die Bluse einfach in die Hand und suchte dann weiter.
© Charly
08.09.2020, 10:08 Offline
Hatte sie eine andere Reaktion erwartet? Nein, wohl kaum. Sie kannte ihren Bruder und wusste genau, dass es für ihn die Sache nicht besser machte, wenn ihre Beine unter einem Tisch versteckt wären. Immerhin wären sie noch immer nackt und das war der Punkt, der ihren Bruder störte. Während er es bei anderen Frauen sicherlich befürwortet hätte, war das Kleid in seinen Augen für sie ungeeignet. Viel zu freizügig. Ob das unfair war? Auf jeden Fall! Ob sie damit umgehen und sich dennoch durchsetzen konnte? Ohja! Sie schätzte den Rat ihres Bruders konnte aber gut unterscheiden, ob er etwas an ihr nicht gut fand oder nur der Meinung war, dass sie darin zu erwachsen aussah und die Fantasien der anderen Männern in eine Richtung lenkte, die Jamie so gar nicht gefallen hätte. Was? Schmierige Individuen, die ihr an Knie greifen wollten? Fiona verzog kurz das Gesicht, nein, der Gedanke gefiel ihr nicht. Es würde zwar nicht so ablaufen, aber der Gedanke war dennoch nicht schön. Vielleicht sollte sie das Kleid, wenn sie sich dafür entschied, also doch nicht zu einem Geschäftsessen tragen sondern nur wenn Jamie oder Enrico dabei waren. Sie blickte zu dem Kleid. Oh man! Jetzt hatte Jamie es ihr doch ein wenig schlecht geredet. Vielleicht sah es auch gar nichts an ihr.. Stopp! Sie würde es zuerst anziehen, bevor sie es im Laden ließ. Sie würde sich erst selbst davon überzeugen, dass es zu kurz und zu offen war. "Ich werde es trotzdem anprobieren.", teilte sie Jamie mit. 

Ein weißer Pullover betonte ihre Augen? War das sein ernst? Und das sollte ihr Größe sein? Fiona blickte an sich hinab. Nein, sie hatte über Nacht keine 10 kg zugenommen und plötzlich eine andere Kleidergröße. "Nein, ich glaube er ist zu groß, Jamie. Ich hab über Nacht weder zugenommen, noch wirst du in den nächsten Monaten Onk.. Also ich habe zumindest nicht vor, in den nächsten Monaten ein Kind zubekommen, also brauche ich auch keinen Pullover in Zeltgröße." Nein, ein eigenes Kind wollte sie nicht so schnell, sie wusste immerhin noch nicht genau, wohin sie ihre neue Beziehung führen würde oder ob sie überhaupt eine richtig gute Mutter sein würde. Aber dennoch war da dieses kleine Wesen, das in Enricos Leben eine große Rolle spielte und Fiona musste schon gestehen, dass sie seine Tochter gern hatte. Sie war bezaubernd. Also wenn es mit ihr und Enrico klappte und das auch langfristig, würde Jamie doch sowas wie ein Onkel werden. Irgendwie zumindest. 
Fiona hatte ihre Gedanken noch nicht ganz zu Ende geführt, da schaute sie ihren Bruder schon sprachlos an. Nur weil sie einen Vorschlag gemacht hatte, der ihm nicht unbedingt gefiel, verglich er sie also mit einer Figur aus Pretty Woman? Wirklich? Sie verdrehte die Augen. "Warum soll ich mir einen Millionär angeln, bei dem ich wohl nicht nur Hand anlegen müsste, wenn ich zwei Brüder habe, die sich eine Villa leisten können und ihrer kleine Schwester gern helfen?" Nein, sie brauchte keinen Millionär, denn wirklich materialistisch war Fiona nicht. Sie war mit wenig zufrieden und brauchte anders als ihre Brüder auch keine riesige Villa. "Aber ich glaube, dass dieses Outfit auch anderen Männern gefallen würde, die keine Millionäre sind." Beinahe hätte Fiona noch nachgeschoben, dass Lena dieses Outfit bestimmt gefallen hätte, doch sie wusste, dass sie sich lieber auf die Zunge beißen sollte. Das wäre eine Spur zu hart gewesen, auch wenn sie diesen Kommentar von ihrem Bruder nicht grad gefeiert hatte. Sie wegen einem aufreizenden Outfit direkt mit Vivian Ward zu vergleichen, war immerhin auch nicht nett. Ja, sie durchaus war ein wenig eingeschnappt und die Tatsache, dass er den Pullover freiwillig wieder zurück auf die Stange hing, machte es nicht unbedingt besser. 

Doch so eingeschnappt sie auch war, der Schock war einige Momente später viel größer. Das war nicht sein ernst? Das konnte einfach nicht sein ernst sein? Schockiert blickte sie die braune Bluse an. Wenn sie schon den Rollkragenpullover als Monstrum angesehen hatte, was sollte sie dann erst zu diesem Teil sagen? Die Schleife war eindeutig mehr als eine Nummer zu groß und würde sie sicherlich erschlagen! Oder mit Haut und Haar verschlingen. Das wäre auch möglich. Doch das war nicht mal das schlimmste an dieser Bluse, nein, das war eindeutig die Farbe! Fiona hatte solch einen Braunton noch nie gesehen und konnte ihm daher auch keinen Namen zuordnen. Okay, sie konnte ihm schon einen Namen geben, doch keinen den diese Farbe wirklich tragen sollte. "Du hast vollkommen recht. Jeder würde mir ins Gesicht sehen.. Aber nicht, weil ich angezogen bin sondern weil keiner dieses Scheusal anschauen möchte, das irgendwie an einen Hundehaufen erinnert.", meinte sie nachdenklich, als sie die Bluse betrachtete, die er an ihren Körper presste und an der er rumzupfte. Ja, sie sah wie ein riesiger Hundehaufen aus. Die Farbe passte und auch diese Schleife. Einfach gruselig! Und dennoch ließ Fiona sich die Bluse in die Hand drücken und würde sie mit die Kabine nehmen. Jamie zur Liebe. In ihre Einkaufstasche würde sie aber unter keinen Umständen wandern, das wusste sie jetzt schon. Sie würde sie nur anprobieren und Jamie so davon überzeugen, dass sie scheußlich war. 
Fiona wendete sich selbst auch wieder der Kleidung zu, die auf den Ständern hing und nach Beachtung bettelte. Jamie hatte ja recht, es durfte nicht zu sexy und freizügig sein, aber eben auch nicht zu Nonnenhaft! Sie wollte immerhin nicht ins Kloster eintreten, zu mal das sowieso nichts für sie gewesen wäre. Ein Leben als Nonne? Jamie hätte es sicherlich gefeiert, doch Fiona wäre gestorben! Sie war weder so gläubig, noch wollte sie auf alles verzichten. Und auch wenn es Jamie beruhigt hätte, eine Frau brauchte sie auch nicht an ihrer Seite. "Sag mal.. was hälst du eigentlich von Tätowierungen?", fragte Fiona eher beiläufig. Sie hatte schon beim letzten Mal schauen wollen, ob das nächste Familientreffen in einem Chaos enden würde, sich aber einfach nicht getraut, doch nun war es an der Zeit. Sie ahnte zwar schon, dass Jamie nicht begeistert sein würde, aber immerhin war ihr neuer Freund nicht so breit, dass Jamie angst um seine Türen haben musste.. nur war er eben ein wenig mehr tätowiert, was Fiona zwar gefiel, aber sie wusste nunmal nicht, wie Jamie auf solch einen Mann an ihrer Seite reagieren würde. Naja und wenn das alles nichts brachte, konnte sie Enrico vielleicht überreden, dass er seine Tochter mitbrachte und sie musste ihren Bruder dann um den Finger wickeln. Das war zwar nicht der perfekte Plan, aber besser als nichts und bis sie einen anderen hatte, musste der halt genügen. Fiona schob die nächsten Kleiderbügel zur Seite und zog dann einen süßen Hosenanzug hervor."Was sagst du dazu?"  Wenn sie dazu nun ein schönes Blusentop fand oder vielleicht auch ein Spitzenteil, um das Outfit wieder aufzulockern, konnte das schon ganz süß sein.
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08.09.2020, 12:28
Seine Augenbraue wanderte und sie wanderte ein gutes Stück nach oben, während sich der ganze Mann zu schütteln begann, weil er gar nicht daran denken wollte, das sein winzig kleines, niedliches, entzückendes Mädchen Sex haben könnte, der zu Kindern führte, der dazu führte, dass er Onkel werden könnte. Nichts gegen den Status Onkel, weil er Kinder nun einmal abgöttisch liebte, aber dafür konnten Call und Graci sorgen und nicht eine unschuldige Fiona.
„Ich will auch schwer hoffen, dass ich nicht Onkel werde. Du bist zu jung für Kinder und zu jung für alles was nackt sein und Kinderproduktion erfordert. Du kannst damit ruhig noch ein, zwei Jahrzehnte warten, wenn du mich fragst.“, und ja, er übertriebt maßlos, ohne dabei aus seiner Haut kommen zu können. Dafür war und würde sie immer zu sehr sie sein und seine Tochter, weil Schwester nicht alles erfasste, was er für sie empfand. Er hatte bis heute nicht vergessen können, wie er sie gefunden hatte, in dem Zimmer mit diesem Kerl … ihre Augen und ihr Blick, die Art, wie sie sich an ihm festgeklammert hatte. Wie sollte er da aufhalten, dass er mehr als überfürsorglich war? Es ließ sich nicht abstellen, würde sich wahrscheinlich niemals verdrängen lassen.
„Was weiß denn ich warum? Ich verstehe Frauen eh immer viel zu selten.“, sie waren so ein ominöses Gebilde aus Rätzeln, dass kein Mann entschlüsseln konnte, auch er nicht, aber er konnte sich bockbeinig und vehement dagegen sträuben, dass sie auch nur ein Teil anzog, dass irgendwie zu sexy an ihr aussehen könnte.
Elegant und passend? Damit würde er sich noch anfreunden können und selbst wenn er ihr die schrecklichsten Sachen heraussuchte, die man sich vorstellen konnte, wollte er ja auch, dass sie hübsch aussah und er wollte sie ein wenig mit Blicken töten, die sie wie Dolche durchdrangen.
„Und ich glaube, dass wir dieses Ding wieder loswerden sollten. Du hast mich, für was also brauchst du einen Mann?“, gut, seltendämliche Frage, er wusste wofür und hatte deswegen ein Würgegefühl im Hals, was man ihm auch ansah. Warum unterhielten sie sich nicht einfach über Barbiepuppen und Ponys?

Oder wohl Hundehaufen! Er wusste gar nicht, was sie hatte, die Bluse war dich grandios, etwas Besseres konnte sie unmöglich finden. Neutrales Braun, große Schleife, lange Ärmel, die würde aussehen wie … ja gut, wie ein Hundehaufen, sah er ja selbst ein, egal. Vielleicht schaffte es eine Fiona der Bluse Flair zu verleihen, wenn sie sie anzog, also musste sie mit.
„Rede keinen Nonsens, sie ist fantastisch, jeder würde dich darin bewundern.“, es gab Momente, da konnte der Maclean lügen, ohne rot zu werden, als wurde er gerade kein Stück rot, er schaffte es sogar sie breit und unschuldig anzugrinsen, während seine Augenbrauen hüpften, als er mit ihnen wackelte, wo er zu ihr sah, bevor er nach etwas suchte, dass zu der Bluse passen würde. "Sag mal.. was hältst du eigentlich von Tätowierungen?"
„Sie sind an den richtigen Stellen ausgesprochen sex… Moment, warum willst du das wissen?“, er ließ die Klamotten Klamotten sein, stattdessen wurde sie misstrauisch angesehen, bevor er seinen Röntgenblick anwarf, in dem Versuch zu schauen, ob sie sich tätowiert hatte.
„Hast du schon oder hast du es noch vor? Dir ist schon klar, dass du mein Einverständnis brauchst, wenn du deinen Körper verschandeln lassen willst?“, noch mehr Bockmist aus seinem Mund, der nur aufzeigte, wie gerne er verdrängte, dass sie schon groß war und wie gut er wirklich darin war. Als würde er es ihr noch verbieten können, auch wenn er unbedingt wollte. Sie musste dringend damit beginnen, wieder zu schrumpfen, ernsthaft. Er seufzte auf und schüttelte für sich selbst den Kopf.
„Eigentlich will ich es gar nicht wissen. Übertreib es nur nicht.“, weil er sie gerne noch erkennen würde, wenn sie zu ihm kam.
Es war ein wallender, weiter Rock, der als nächstes in seinen Händen landete und mit dem er sich ihr zuwandte, wohl im selben Moment, als sie den Hosenanzug hervorkramte.
Ein Kennerblick zu dem Teil, seine Lippen wackelten leicht vor sich hin, dann hoben sich die breiten Schultern ein Stück an, er nickte.
„Es würde dir leider hervorragend stehen.“, er brummelte wirklich nicht viel, als er es zugab. Den Rock hob er dennoch an und hielt ihn ihr vor Hüfte und Beine.
„Wobei der gut zur Bluse passen würde. Der Farbton ist fast der Gleiche.“, und standen Frauen nicht eigentlich darauf, wenn alles farblich passte? Was konnte dann also an der Kombi schiefgehen? Eigentlich müsste die Sache damit doch in Sack und Tüten sein. Er würde alles bezahlen und dann konnten sie etwas Spannenderes machen, als sich in einem Geschäft für Damenbekleidung herumzutreiben.
© Charly
16.09.2020, 17:33 Offline
Was sollte sie bei dieser Reaktion bitte anderen tun als ihre hübschen Äugeln zu verdrehen? Es war immerhin schon übertrieben, dass ihr Bruder sich zu schütteln begann, während seine Augenbraue fast seinen Haaransatz berührte. Sie war schon lange kein Kind mehr, egal wie gern Jamie auch das kleine Mädchen in ihr sah und egal wie oft sie sich genau diese Tatsache zu nutze machte. ihr Bruder hatte sie schon mit Männern gesehen und wenn er glaubte, dass sie nur Scrabble mit ihren Ex-Freunden gespielt hatte, dann belog er sich selbst. Okay, wahrscheinlich tat er das sogar, wenn es um sie ging. Darüber sollte sie also nicht diskutieren. 
"Jamie? Du weißt schon, wie alt ich bin?", fragte sie ihren Bruder aber dennoch und nun war sie es, die eine Augenbraue in die Höhe zog. "Und du weißt auch, dass ich dir irgendwann sagen werde, dass ich schwanger bin.. vorzugsweise nicht in 20 Jahren, denn ich möchte nicht, dass mein Kind erklären muss, das nicht seine Oma sondern seine Mama es von der Schule abholt." Bisher war das Thema Kinder für sie zwar nicht aktuell, aber irgendwann würde es das sicherlich sein. Sie hatte zwar wirklich ihre Bedenken und befürchtete, dass sie keine gute Mutter sein würde.. doch das schloss es nicht unbedingt aus. Immerhin war da ja dann auch noch ein Partner. Sie wusste zwar noch nicht genau, wo das mit Enrico enden würde.. doch selbst bei ihm konnte sie sich vorstellen, dass er irgendwann noch ein Kind wollte, wenn er die richtige Frau fand und wenn sie es sein sollte, dann wollte er mit ihr ein zweites Kind. Sie konnte nicht sagen, wie sie reagieren würde, doch sie konnte es auch nicht abtun und sagen, dass sie nie ein Kind wollte oder Jamie nie sagen würde, dass sie schwanger war. 
Fiona verzog das Gesicht. Er wollte ihr noch immer das Kleid ausreden, selbst wenn sie es nicht für diesen Abend haben wollte. Das war typisch Jamie. Ihm hätte es wohl besser gefallen, wenn sie nach einem Blümchenkleid gegriffen hatte und mit Zöpfen und Sandalen durch die Gegend gelaufen wäre. Vielleicht noch mit einem riesigen Lolly? Sie liebte ihren Bruder wirklich und sie war froh, dass er mit ihr hier war.. aber manchmal konnte seine Art sie schon nerven. So süß sie es auch fand, dass er sie noch immer beschützen wollte und das kleine Mädchen in ihr sah, genauso nervig konnte es auch sein. "Bist du dir sicher, dass du dieses Gespräch führen willst?" Ihr war nicht entgangen, dass er allein bei dem Gedanken wohl schon mit einem Würgereiz kämpfe und glaubte daher nicht, dass Jamie mit ihr darüber diskutieren würde, wofür sie einen anderen Mann bräuchte. Fiona fielen da so einige Dinge ein, wofür sie einen anderen Mann als ihren Bruder brauchte.. und dabei ging es nicht mal nur um Sex. 

"Jeder wird mit bemitleiden.", hielt sie dagegen, versuchte aber nicht länger ihm die Bluse auszureden oder sie wieder auf die Stange zu befördern. Wenn Jamie so viel an dem Hundehaufen lag, dann würde sie ihn anprobieren und dann vielleicht direkt in der Umkleidekabine verbrennen. Upps.. das Teil hat einfach Feuer gefangen, zum Glück konnte ich unbeschadet aus der Umkleidekabine fliehen! Fiona grinste bei dem Gedanken und folgte Jamie weiter durch die Reihen, ehe sie nickte und sich ein Grinsen nicht verkneifen konnte, sodass Jamie es leider sah, als er sich umdrehte. Ja, Tätowierungen konnten wirklich sexy sein! Da stimmte sie ihrem Bruder zu. "Keine Angst, ich werde meinen Körper nicht verschandeln lassen und falls ich es mal vorhabe.. werde ich artig deine Erlaubnis einholen." Manchmal musste man dem großen Bruder einfach einen Schritt entgegenkommen und ihn besänftigen statt ihn erneut darauf hinzuweisen, wie alt man bereits war. Bei Jamie war es eher wie bei einem Vater statt wie bei einem Bruder. Hätte sie Call gefragt, hätte er sie sicherlich nicht darauf hingewiesen, dass sie seine Einverständniserklärung brauchte. Aber sie war nunmal zu Jamie gegangen und er sagte sowas durchaus. "Es.. es ging eher um Emma! Erinnerst du dich an sie?", legte sich Fiona schnell eine Lüge zurecht. Eine Freundin, an die er sich nicht erinnern würde, weil es sie nicht gab, doch sie war die perfekte Ausrede für Fiona. "Sie hat mir ihren neuen Freund vorgestellt.. und er ist ziemlich tätowiert. Also so richtig. Hals. Arme. Hände." Welche Teile sonst noch voller hübscher Bilder waren, behielt sie lieber für sich. Aber woher sollte sie es auch bei dem Freund einer Freundin wissen? Das hätte ihr Lüge nur unglaubwürdig gestaltet, wenn ihr nicht schnell genug eingefallen wäre, dass Emma ihr diese Details gesagt und sie diese nicht selbst gesehen hatte. 
Fiona hing sich den Anzug über den Arm, ehe sie den Rock betrachtete. Es war schon mal gut, dass Jamie nichts gegen den Anzug gesagt hatte, aber sie hatte ihm ja auch noch nicht verraten, wie sie ihn kombinieren wollte. Das sollte sie wohl erst, nachdem sie ihn schon gekauft hatte, falls sie sich für diesen entschied. Doch so schlecht standen die Chancen nicht, wenn sie nun den Rock sah. Er war genauso scheußlich wie die Bluse. "Also von oben bis unten Hundehaufen.", rutschte es ihr raus. "Aber wenn du ihn so gut findest.. probiere ich ihn an." Er würde ihr nicht stehen und spätestens wenn Jamie sie in diesem Outfit sah, müsste er es selbst zugeben. Es mochte zwar sein, dass er sie am liebsten als Kind sah - und wenn es möglich gewesen wäre, hätte er sein Geld auch für ein Gerät ausgegeben, das wieder eine 10 jährige aus ihr machte - doch Fiona wusste auch, dass ihr Bruder sie nicht in solch einem Outfit zu diesem Essen gehen lassen würde. Jamie wusste, wie sehr seine Schwester ihren Job liebte und was er ihr bedeutete.. da würde er nicht zulassen, dass sie sich mit ihrer Kleidung lächerlich machte.
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03.10.2020, 18:53


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